Blende acht, wenn die Sonne lacht

Ich fotografiere seit ziemlich genau 20 Jahren. Sehr viele Aufnahmen sind zwar digital entstanden. Aber in meinen Fotokisten stapeln sich noch umfangreiche Bestände an Negativen, viele in Schwarzweiß aus meiner Reporterzeit bei den Fürther Nachrichten in den späten Achtzigern und in der ersten Hälfte der Neunziger des letzten Jahrtausends. Meine Kameras waren Canons, von AV-1 über AE-1 zur A-1. Dann der Einstieg in die AF-Technik mit der EOS-1. Seit dem Winter 2003 bin ich auch digital unterwegs und habe, nach einigen Durststrecken, wieder eine Menge Spaß an der Amateurknipserei gefunden. Ab und zu arbeite ich noch mit Filmen. Denn es macht doch einen Unterschied, ob man eine SD-Karte mit hunderten Bildern vollschaufeln kann oder einen 36er-Kleinbildfilm Stück für Stück belichtet.

Mein Foto-Blog

Eine Auswahl von Serien und Einzelbildern sind auf meinem Fotoblog heimatfoto.blogspot.com ausgestellt. Nichts Aufregendes, keine nackten Menschen, keine abgefahrene Fotokunst aus dem Hause CS3. Nur Bilder aus den verschiedenen Heimaten auf Zeit, die man als wandernder Mensch mit den Jahren findet und wieder verliert:

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Warum Blende 8 - und was findet die Sonne so lustig daran?

Und was soll jetzt die Überschrift? Als Kleinbildkameras vornehmlich mechanisch funktionierten, hatte dieser Spruch noch einen echten Sinn. War der Belichtungsmesser tot, womöglich besaß die Kamera gar keinen, galt die Regel: Blende acht bei Sonnenschein und ISO 100-Film, Belichtungszeit 1/125 und mit ein bisschen Fortune war die Aufnahme richtig belichtet. Heute dürfte das kaum jemanden interessieren: die praktischen Kompaktknipsen haben die meisten von derartigen Eselsbrücken unabhängig gemacht.